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Fentanyl

Fentanyl

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Fentanyl wird als Substanz in vier verschiedenen Formen zur Schmerztherapie und zum Einleiten einer Narkose verwendet. Das stark sedierende Mittel ist 120-mal so potent wie Morphium und fällt unter das Betäubungsmittelgesetz. Es ist eines der stärksten sedierenden und schmerzstillenden Mittel und wird als Pflaster, in Form von Lutschtabletten, als Nasenspray oder intravenös verabreicht.

Es findet weiterhin Anwendung, wenn es darum geht, akuten Durchbruchsschmerz zu lindern. Hierfür wird vor allem das Spray genutzt. Pflaster finden bei inneren Schmerzen (Arthrose etc.) Anwendung und intravenös wird das Mittel für Narkosen genutzt. Fentanyl birgt ein Abhängigkeitspotenzial, sodass eine Einnahme genau abgestimmt und individuell angepasst werden muss. 

Fentanyl als Nasenspray

In dieser Form wird es bei Durchbruchsschmerzen angewandt. Diese treten etwa bei Krebspatienten auf, deren Tumore durch Wucherungen und Beschädigungen der Organe zu akut auftretenden, starken Schmerzen führen. Mit dem Spray lassen sich diese Schmerzen stark lindern. Das Spray ist in diesen Fällen den Lutschtabletten überlegen, da die Wirkung schneller eintreten kann. Das Spray hat ebenfalls die sedierende Wirkung, was von einigen Schmerzpatienten geschätzt wird. Zudem macht es das Mittel auch in anderen Kontexten (Zahnarztpraxis) einsetzbar. Die Wirkung verfliegt insgesamt aber rasch, was dem Anwendungszweck entspricht. 

Fentanyl-Pflaster

Die Pflaster wirken gleichmäßig und sind gut verträglich und können so Schmerzen, die durch Arthrosen oder ähnliches bedingt sind, lindern. Dabei muss das Pflaster alle drei Tage ausgetauscht werden, um einen stabilen Spiegel zu erreichen. Bei der Anwendung von Pflastern ist zu beachten, dass die Stelle keiner Wärme ausgesetzt wird. Auch sind die Pflaster noch immer als hochpotente Schmerzmittel zu bezeichnen, auch wenn es "nur" ein Schmerzpflaster ist.

Die Entdeckung und Wirkungsweise von Fentanyl

1960 wurde das Mittel von Janssen als 4-Anilinopiperidin-4-carboxamid entwickelt. Es wurden seitdem Derivate erzeugt, die besser zu kontrollieren (das heißt: zu verarbeiten und zu dosieren) sind. Als Fentanyldihydrogencitrat findet es Anwendung in der Medizin. Das synthetische Opioid erwirkt durch ein Binden am μ-Opioidrezeptor eine Signalübertragung der zugehörigen Zellen, was zur sedierenden und schmerzlindernen Wirkung beiträgt. Ein Teil der Rezeptoren ist allerdings mit Atemdepressionen assoziiert, die eine Nebenwirkung des Mittels bei hoher Dosierung sind. 

Während Pflaster gering dosiert sind und keine Überwachung der Vitalfunktion des Patienten mit sich führen müssen, ist eine intravenöse Gabe zwecks Einleitung einer Narkose (es wird mit anderen Mitteln kombiniert) immer ein Grund für eine gründliche Überwachung. 

Dosierung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen von Fentanyl 

Die Dosierung ist immer ärztlich zu überwachen, da die Gefahr einer Überdosierung besteht und auch die Abhängigkeit gefördert werden kann. Auch bei Pflastern, die gering dosiert sind, ist auf eine richtige Handhabung zu achten. 

Als Nebenwirkungen können häufig Müdigkeit, Euphorie, Verstopfungen, Angstzustände, Schweißausbrüche und Übelkeit verzeichnet werden. Das Mittel ist aufgrund seiner sedierenden Wirkung in höherer Dosis verantwortlich für Atemdepressionen und schwere Ermüdungszustände bei Patienten. Seltener kommt es zu Muskelkrämpfen und verlangsamter Herzaktivität. 

Fentanyl als Suchtmittel und der Entzug

Fentanyl kann illegal beschaffen als Droge missbraucht werden. Dies birgt enorme Risiken, da die Dosierung intravenös sehr schnell zu den erwähnten Nebenwirkungen führt und somit tödlich sein kann. Dabei birgt das Mittel ein immenses Abhängigkeitspotenzial, besonders bei der intravenösen Anwendung. Die Pflaster-Anwendungen sind jedoch aus unserer Erfahrung sowohl sehr gut verträglich als auch mit einem deutlich geringeren Abhängigkeitspotenzial vergesellschaftet. Weiterhin gilt, dass eine adäquate schmerztherapeutische Anwendung praktisch nie zu einer Abhängigkeit führt - nach Abklingen der Schmerzsymptome muss jedoch auch zeitnah wieder an eine Dosisreduktion gedacht werden.

Tags: Fentanyl

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