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Oxycodon

Oxycodon

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Oxycodon ist ein Opioid wie etwa Fentanyl oder Morphin. Es ist dabei doppelt so potent wie Morphin und findet bei starken und sehr starken Schmerzen Anwendung, wie sie bei neuropathischen Schmerzen auftreten oder auch bei Tumoren oder nach großen Operationen oder Unfällen. Das Mittel ist verschreibungspflichtig und fällt unter das Betäubungsmittelgesetz.

Anwendungsgebiete und Dosierung von Oxycodon

Oxycodon lässt sich bei älteren Kindern und Erwachsenen einsetzen. Es wird bei sehr starken Schmerzen. Dabei wirkt es stärker als Morphin, sodass es in geringerer Dosierung eingenommen werden kann. Oxycodon kann als Tablette, Retardtablette, Kapsel, Injektion oder Zäpfchen angewendet werden. Im stationären Kontext wird häufig auf eine Injektionslösung zurückgegriffen, da die Wirkung nach Sekunden oder wenigen Minuten eintritt. Bei oraler Gabe kann dies einige Minuten oder auch bis zu fast einer Stunde in Anspruch nehmen - je nach Darreichungsform. 

Entdeckung und Wirkung

Oxycodon wurde 1916 von Speyer und Freund in Deutschland entwickelt und bereits ein Jahr später als Hustenmittel (Eukodal) auf den Markt gebracht. Zu seiner Rolle als Analgetikum fand Oxycodon 1919. Der Hustenstiller Eukodal wurde hingegen 1990 vom Markt genommen, weil er ein hohes Abhängigkeitspotenzial aufwies. Entsprechende Fälle waren bereits seit den 1920er Jahren bekannt. 

Oxycodon wirkt als Agonist (signalaktivierend) an den Opioidrezeptoren im Gehirn. Dabei wirkt es schmerzstillend und hustenstillend zugleich. Allgemein behauptet - wenngleich nicht bewiesen - wird, dass Oxycodon besser verträglicher sei als vergleichbare Schmerzmittel. Zudem soll es bei neuropathischen Schmerzen besser wirken. Da Opioide Darmträgheit und damit einhergehend Verstopfungen auslösen können, tritt dies auch bei etwa 90 Prozent aller Patienten auf. Dies kann aber durch eine Gabe von Oxycodon in Verbindung mit Naloxon abgeschwächt werden. Ein Abführmittel benötigen dennoch viele Patienten, die Oxycodon zu sich nehmen, zusätzlich. 

Nebenwirkungen von Oxycodon

Die Nebenwirkungen von Oxycodon gleichen denen anderer Opioide. Darunter fallen Stimmungsänderungen (von Euphorie bis Angst), Nervosität, Schlafstörungen, Krämpfe der Atemmuskulatur, Schwindel, Übelkeit, Verstopfung und Verwirrtheit. Wir überprüfen gemeinsam mit Ihnen die Dosierung bei jedem Termin, sodass wir immer eine möglichst effektive Dosierung mit einem geringen Nebenwirkungspotenzial erreichen.

Wechselwirkungen und Gegenanzeigen

Medikamente, die auf das ZNS wirken, Alkohol, Allergie-Mittel, andere Opioide, Schlaf- und Beruhigungsmittel und Parkinson-Medikamente, können zu Wechselwirkungen mit Oxycodon führen, allgemein ist Oxycodon jedoch gut verträglich. Dadurch können auftretende Nebenwirkungen des Oxycodons verstärkt werden. Zudem ist eine gleichzeitige Einnahme von Oxycodon und MAO-Hemmern, Cimetidin oder bestimmten Gerinnungshemmern unbedingt vorher abzuklären. 

Das Mittel ist zudem nur nach ausreichender Abwägung zu nehmen, wenn eine Alkohol- oder Betäubungsmittelabhängigkeit vorliegt. Auch bei eingeschränkter Organfunktion der Nieren, Lunge, Leber, Gallenblase, Prostata oder Schilddrüse ist Vorsicht geboten. Bei Epilepsie, entzündlichen Darmerkrankungen und Kreislaufproblemen, ist ebenfalls genau abzuwägen, ob der Einsatz von Oxycodon die sinnvollste Maßnahme ist. 

Suchtpotenzial von Oxycodon

Wie alle Opioide, birgt auch Oxycodon ein erhebliches Suchtpotenzial aufgrund seiner euphorisierenden und sedierenden Wirkung. Die Sucht zeigt sich spätestens mit Entzugssymptomen, die typischerweise im Schwitzen oder Zittern, in Übelkeit, Ängsten, Durchfall und Erbrechen bestehen. 
Entsprechend sollte Oxycodon nicht schlagartig abgesetzt werden, sondern in Stufen geringer dosiert werden. Gleichzeitig muss immer überprüft werden, ob eine Dosierung zurückgefahren werden kann, wenn beispielsweise Verletzungen abheilen oder Schmerzsymptome sich verbessern. Damit kann die Gefahr einer Abhängigkeit gut kontrolliert werden.

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Kommentare   

0 #2 Dr. Schmitz-Buchholz 2018-07-07 05:40
Guten Tag,


leider kann ich Ihnen aus der Entfernung dazu keine Empfehlung geben. Grundsätzlich gibt es schnellwirksame Opiode, allerdings ist die Wirksamkeit beim BSV insgesamt von Opioiden sehr fraglich.

zitiere Guest:
Guten Tag wir wurde aufgrund eines erneuten BSV in 2. Therapiestufe Oxycodon 10mg 2x1 und Ortoton forte 1500 mg 3x1 verordnet. Welche Medikament könnte ich zwischendurch akut nehmen bei Schmerzspitzen. Zuvor hatte ich Tilidin 50mg 4x1 Diclofenac 75mg 2x1 Novalgin Tropfen 30-40 b. Bedarf und Pantozol 40mg 1x1 wurden abgesetzt aufgrund einer allergisch Hautreaktion am ganzen Körper.
MfG
M.Müller
0 #1 Guest 2018-07-07 01:47
Guten Tag wir wurde aufgrund eines erneuten BSV in 2. Therapiestufe Oxycodon 10mg 2x1 und Ortoton forte 1500 mg 3x1 verordnet. Welche Medikament könnte ich zwischendurch akut nehmen bei Schmerzspitzen. Zuvor hatte ich Tilidin 50mg 4x1 Diclofenac 75mg 2x1 Novalgin Tropfen 30-40 b. Bedarf und Pantozol 40mg 1x1 wurden abgesetzt aufgrund einer allergisch Hautreaktion am ganzen Körper.
MfG
M.Müller

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