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Dipidolor

Dipidolor

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Dipidolor ist ein opioides Schmerzmittel, welches auf dem Wirkstoff Piritramid basiert. Das Mittel stellt in Deutschland die am häufigsten postoperativ verwendete Substanz zum Schmerzstillen dar und findet darüber hinaus in der Palliativmedizin und in der patientengesteuerten Schmerztherapie Anwendung. Es wirkt bei starken und sehr starken Schmerzen, wie sie etwa bei Tumoren oder nach Unfällen auftreten. In der ambulanten Schmerztherapie hat das Medikament keine Bedeutung, da es nicht oral verwendet werden kann.

Dipidolor wird außerhalb Kontinentaleuropas kaum angewandt. Die analgetische Potenz beträgt circa 0,7 - dies bedeutet, dass eine Menge Piritramid eine geringere schmerzstillende Wirkung aufweist als eine äquivalente Menge Morphin. 

Entdeckung und Wirkung von Dipidolor

1960 wurde 1-(3-Cyano-3,3-diphenyl-propyl)-4-(1-piperidyl)piperidin-4-carboxamid erstmals von Paul Janssen synthetisiert und wurde schnell als Schmerzmittel eingesetzt. Das Piritramid wirkt dabei als Agonist an den Opioidrezeptoren und sorgt so für eine Signalübertragung der assoziierten Zellen. Es handelt sich um einen vollen µ-Rezeptor-Agonisten, was bedeutet, dass die maximale Wirkung bei geringerer Dosis eintritt als bei selektiven Agonisten. Damit ist Piritramid eine sehr wirkungsvolle Substanz. 

Durch die Wirkung am µ1-Rezeptor wirkt die Substanz schmerzlindernd, bisweilen euphorisierend und pupillenverengend. Seine Wirkung am µ2-Rezeptor kann hingegen Atemdepressionen verursachen und lässt die Verdauung erlahmen. Dies ist bei allen Medikamenten, die auf die Opioidrezeptoren auf diese Weise wirken, der Fall. 

Dosierung von Dipidolor

Dipidolor wird als Injektionslösung verabreicht, wobei es intravenös, subkutan oder intramuskulär gespritzt werden kann. Vor der Anwendung einer Spritze mit Dipidolor ist darauf zu achten, dass keine Kristallbildung (Ausfällung) im Mittel stattgefunden hat. Auch sollte Dipidolor nicht mit anderen Injektionen gemischt werden, da Reaktionen zwischen den Substanzen zu Ausfällungen führen könnten. Eine Ampulle entspricht standardmäßig 15 Millilitern des Wirkstoffs. 

Einen Injektion in die Venen bedeutet bei Erwachsenen eine Dosis zwischen 7,5 und 22,5 Milligramm Dipidolor. Bei Kindern wird die Dosis dem Körpergewicht angepasst und beträgt zwischen 0,05 und 0,1 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. 
Eine subkutane oder intramuskuläre Injektion bei Erwachsenen entspricht einer Dosis zwischen 15 und 30 Milligramm Piritranid. Kinder erhalten zwischen 0,05 und 0,2 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Dosen können überschritten werden, sollten sich aber darauf beschränken, einen Wirkungseintritt zu erzielen. 

Eine intravenöse Injektion muss langsam vonstatten gehen (circa 10 Milliliter pro Minute) und bewirkt einen schnellen Wirkungseintritt. Insgesamt können Einzeldosen alle sechs bis acht Stunden verabreicht werden. Dipidolor kann bis zu 24 Stunden benötigen, um voll zu wirken. Entsprechend ist zu Anfangs genau zu beobachten, wie der Patient auf die Injektionen reagiert. 

Nebenwirkungen von Dipidolor

Die Nebenwirkungen sind denen anderer Opioide ähnlich. So kommt es sehr häufig zu Schläfrigkeit, Beunruhigung, Stimmungsveränderungen, Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Miktionsstörungen, Hautausschlag, Juckreiz, Schwitzen, Mundtrockenheit und einem verlangsamten Herzschlag. 

Seltener kommt es zu Kältegefühlen, Schluckauf, Herzrhythmusstörungen, Sehstörungen und Wassereinlagerungen. Sehr selten kommt es zu Psychosen, Verwirrtheitszuständen, schwerwiegenden Blasen- und Blasenentleerungsproblemen, Darmverschluss, allergischen Reaktionen, Krampfanfällen, Luftnot und Erregungszuständen. Eine vollständige Liste aller Nebenwirkungen liegt dem Medikament bei. Das Mittel hat zudem ein erhebliches Abhängigkeitspotenzial wie alle Opioide. Atemdepressionen, die mit dem Medikament assoziiert sind, lassen sich durch eine Gabe von Naloxon beheben. 

Wechselwirkungen, Gegenanzeigen und Abhängigkeit im Zusammenhang mit Dipidolor

Alkohol, diverse Psychopharmaka (z.B. Benzodiazepine oder Barbiturate) und Schlafmittel können die Nebenwirkungen - inklusive einer auftretenden Atemdepression - verstärken. Dies gilt auch für die chemischen Verwandten dieser Substanzen. Entsprechend sollte die Einnahme von Medikamenten und Piritramid mit einem Arzt abgeklärt werden. Dipidolor darf nicht angewendet werden, wenn beim Patienten Atemdepressionen, ein erhöhter Hirndruck, Herzrhythmusstörungen, Nervenschädigungen, Bewusstseinsstörungen oder eine Opioidabhängigkeit vorliegen. 

Viele Zustände machen es zudem nötig, genau abzuwägen, ob Dipidolor geeignet ist. Dies gilt insbesondere für das Vorliegen von Blutarmut, Epilepsie, niedrigem Blutdruck, hohem Alter bei niedrigem Gewicht, Kopfverletzungen oder chronischen Lungenleiden. Schwangere sollten Piritramid nicht nehmen, da das Risiko der Einnahme während einer Schwangerschaft nicht bekannt ist. Es ist möglich, dass das Ungeborene eine Abhängigkeit entwickelt und daher mit Entzugserscheinungen zu kämpfen hat. Eine stillende Mutter sollte zudem bis 24 Stunden nach der letzten Einnahme das Stillen unterbrechen. 

Da das Mittel ein Abhängigkeitspotenzial birgt, kann es auch zu Entzugserscheinungen kommen (vor allem beim kalten Entzug). Diese unterscheiden sich nicht von jenen bei anderen Opioiden und können unter Umständen eine Übergangsdroge sinnvoll werden lassen.

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Tags: Dipidolor

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