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Paracetamol

Paracetamol
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Paracetamol wird vor allem bei Kindern eingesetzt. In Form von Säften oder Zäpfchen hat die Substanz eine fiebersenkende und schmerzstillende Wirkung. Dabei ist Paracetamol besonders arm an Nebenwirkungen und in geringen Mengen nicht verschreibungspflichtig, weshalb es, nebst Ibuprofen und Acetylsalicylsäure (bekannt vor allem als Aspirin), zu den am häufigsten angewandten Medikamenten gehört. Dabei kann es nicht nur bei Kinder seine Wirkung entfalten, sondern in vielen Fällen auch bei Erwachsenen. 
Die WHO stuft das Mittel als nicht entbehrlichen Arzneistoff ein. Dies bedeutet, dass Paracetamol zu jenen Substanzen zugehörig ist, die dazu in der Lage sind, die dringlichsten medizinischen Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen. 

Die Entwicklung von Acetanilid und Phenacitin und die Entdeckung des Paracetamols

Die beiden Substanzen Acetanilid und Phenacitin wurden um 1886 entwickelt und stellten sich als schmerzstillend und fiebersenkend heraus. Vor allem deutsche und englische Chemiker waren zu dieser Zeit daran beteiligt, Alternativen zu natürlichen Schmerzmitteln zu entdecken. Dabei wurde angestrebt, ein synthetisierbares Mittel zu finden, welches vor allem schmerzlindernd wirkt. Die Tatsache, dass die Substanzen fiebersenkend wirken, bestärkte die weitere Forschung. 

Paracetamol wurde 1893 erstmals in seiner puren Form synthetisiert, nachdem es im Urin eines Menschen nachgewiesen wurde, der Phenacitin zu sich genommen hatte. Es dauerte aber noch 55 Jahre, bis Axelrod und Brodie nachwiesen, dass die positive Wirkung von Phenacitin und Acetanilid ausschließlich auf ihr Abbauprodukt - das Paracetamol - zurückzuführen ist. Ihren Empfehlungen nach wurde das Mittel in seiner Reinform für die medizinische Anwendung synthetisiert, da man so auch den Nebenwirkungen der beiden Ausgangssubstanzen begegnen konnte. 1956 wurde Paracetamol schließlich als Schmerzmittel auf den Markt gebracht. 

Wirkung von Paracetamol

Die Substanz kann bei leichten und mittelstarken Schmerzen eingesetzt werden, wobei sie - im Gegensatz zu Ibuprofen und Acetylsalicylsäure - nicht gut bei entzündungsbedingten Schmerzen, wie etwa bei einer Gastritis oder bei Rheuma, hilft. Es handelt sich beim Paracetamol um einen Cyclooxygenase-Hemmstoff. Dadurch reiht es sich nicht in die Gruppe der Opioid-Analgetika ein, was unter anderem zu einem geringen Suchtpotenzial führt. Auch fallen Nebenwirkungen im Verdauungstrakt und bezüglich des Blutes weniger stark aus als bei Ibuprofen und Aspirin, was durch die verringerte entzündungshemmende Wirkung erklärbar ist. 

Wirkmechanismus von Paracetamol

Bei dem Mittel handelt es sich chemisch um N-acetyl-para-aminophenol (APAP), 4'-Hydroxyacetanilid oder 4-Acetamidophenol. Das Wort selbst lässt sich aus der möglichen Bezeichnung Para-(Acetylamino)phenol ableiten. Paracetamol die Cyclooxygenase con Cox-2, was zu einer verringerten Produktion von körpereigenen Prostaglandinen führt. Letztere wirken entzündungs- und schmerzfördernd. Es hat sich allerdings gezeigt, dass die pure Substanz selbst nur eine geringe Hemmwirkung aufweist. Es ist daher davon auszugehen, dass noch andere Mechanismen an der Wirkung beteiligt sind. Um eine vermeintlich bessere Wirkung zu erzielen, wird Paracetamol oftmals als Kombipräparat (unter anderem mit Koffein) angeboten. 

Dosierung

Paracetamol ist in geringen Mengen zwar nicht rezeptpflichtig, aber eine Überdosierung, die schwere Leberschädigungen hervorrufen kann, ist möglich. Entsprechend sollten Erwachsene nicht mehr als vier Gramm Paracetamol pro Tag zu sich nehmen. Dies entspricht acht Tabletten zu je 500 Milligramm. Allerdings sollte die Aufnahme stets über den Tag verteilt werden, weshalb sechs- bis achtstündige Pausen zwischen den Einnahmen zu berücksichtigen sind. 

Kinder haben eine niedrigere Höchstdosis. Sie liegt pro Gabe von Paracetamol bei etwa 10-15 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht (also 250-325 Milligramm bei einem 25 Kilogramm schweren Kind) und sollte keinesfalls die Dosis von 50 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht am Tag überschreiten. Die Dosierung ist anhand der Darreichungsform zu ermessen. Tabletten, Zäpfchen oder Säfte können unterschiedlich dosiert sein. 

Nebenwirkungen und Wechselwirkung im Zusammenhang mit Paracetamol

Das Mittel ist als gut verträglich einzustufen. Sehr selten kommt es zu Übelkeit, Bauchschmerzen, Luftnot, allergischen Reaktionen, einen Anstieg der Leberwerte oder Störungen der Blutbildung. Eine Überdosierung ist möglich. Sie liegt bei circa zehn bis zwölf Gramm im Rahmen einer Einnahme bei Erwachsenen (bei Kindern um einiges geringer) oder kann erfolgen, wenn über einen längeren Zeitraum eine hohe Dosis eingenommen wird. Vor allem schwere Leberschäden kommen bei einer Überdosis vor.

Bei der Einnahme von Medikamenten, die eine leberschädigende Wirkung aufweisen können, oder bei Alkoholmissbrauch, ist die Einnahme von Paracetamol ebenfalls kritisch. Auch während einer Schwangerschaft sollte die Dosis gering gehalten werden und die Einnahme nur kurzfristig erfolgen. Zudem kann Paracetamol die Verstoffwechselung von Medikamenten beeinträchtigen, die über die Leber abgebaut werden (zum Beispiel Chloramphenicol). Mittel, die sich auf die Magenfunktion auswirken, können in ihrer Wirkung verzögert oder beschleunigt werden.

Tags: Paracetamol

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