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Diclofenac

Diclofenac

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Diclofenac ist ein Schmerzmittel, das zur Gruppe der "Nichtopiod-Analgetika" gehört. Das Analgetikum wird bei entzündlichen Erkrankungen und leichten bis mäßigen Schmerzen eingesetzt. Diclofenac wird beispielsweise bei Hexenschuss sowie bei Prellungen und Zerrungen verwendet. Durch die antiinflammatorische Wirkung des Schmerzmittels wird das Medikament auch bei rheumatischen Erkrankungen als Antirheumatikum verschrieben.

Antirheumatika können in steroidale und nichtsteroidale Medikamente unterteilt werden. Diclofenac gehört zu den nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR).

Diclofenac - Wirkstoff und Wirkung

Die Schmerztherapie ist ein zentrales Thema in der Gesellschaft. Viele Menschen leiden unter Kopf- oder Rückenschmerzen und benötigen ein leichtes Schmerzmittel. Des Weiteren sind ca. 15 Prozent der Deutschen wegen rheumatischer Beschwerden wie Rückenschmerzen, Arthrose, Weichteilrheumatismus und entzündlich-rheumatischen Erkrankungen in ärztlicher Behandlung. Diclofenac, als Nichtopioid-Analgetikum ist ein Essigsäureabkömmling und wird bei leichten bis mäßig starken Schmerzen eingesetzt. Der Wirkstoff Diclofenac ist ein Cyclooxygenasehemmer. Cyclooxygenasen sind körpereigene Enzyme. Die Cyclooxygenase-2 (COX-2) aktiviert bei Zellschädigung und ist an der Bildung von Prostaglandinen beteiligt. Prostaglandine wirken entzündungsfördernd und Schmerz verstärkend. Diclofenac hemmt COX-2 und wirkt daher nicht nur schmerzlindernd, sondern auch entzündungshemmend. Neben der Hemmung von COX-2, wirkt Diclofenac auch auf COX-1 ein. COX-1 ist für eine Steigerung von Prostazyklin verantwortlich. Prostazyklin schützt die Magenschleimhaut. Durch eine Hemmung von COX-1 wird die Bildung von Prostazyklin herabgesetzt, was Magenprobleme verursachen kann. Eine der Nebenwirkungen von Diclofenac ist die Schädigung der Magenschleimhaut.

Diclofenac - Einsatzbereich

Der Cyclooxygenasehemmer wird neben der Behandlung von rheumatischen Erkrankungen wie Arthrose und chronische Polyarthritis auch bei akuten Gichtanfällen eingesetzt. Diclofenac ist zudem für den Einsatz bei Schmerzen und Schwellungen nach Operationen geeignet. Des Weiteren wird das Analgetikum bei Regelschmerzen, Bandscheibenvorfällen sowie Gelenkverletzungen verwendet.

Diclofenac - Dosierung

Das Analgetikum ist in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich. Der Patient kann in der Apotheke Diclofenac zur inneren Anwendung als Tabletten, Dragées oder Kapseln erwerben. Des Weiteren ist das Analgetikum als Injektionslösung, Zäpfchen sowie in Tropfenform erhältlich. Bekannt ist Diclofenac auch als Inhaltsstoff in Salben, Pflastern sowie Gelen. Zur äußeren Anwendung wird das Analgetikum auch in Augentropfen eingesetzt. Der Wirkstoff Diclofenac ist apothekenpflichtig und muss ab einer bestimmten Wirkstoffmenge sogar von der Ärztin bzw. dem Arzt verschrieben werden (verschreibungspflichtig). Bei der Einnahme des Medikaments darf die Tageshöchstdosis von 150 mg für Tabletten nicht überschritten werden. Unterschieden werden Retard-Tabletten von anderen Präparaten. Retard-Präparate sind höher dosiert als "normale" Diclofenac-Tabletten und geben den Wirkstoff über einen längeren Zeitraum ab. Daher werden die Retard-Tabletten meist auf zwei Einzeldosen aufgeteilt. Tabletten mit geringerer Dosis können häufig auf drei bis vier Dosen verteilt werden. Die richtige Dosierung ist unbedingt dem Beipackzettel des jeweiligen Präparates zu entnehmen. Des Weiteren empfiehlt es sich, im Zweifelsfall vor der Einnahme die Ärztin bzw. den Arzt nach der richtigen Dosierung zu fragen.

Diclofenac - Wirkungsdauer

Das Analgetikum wirkt ca. 30 bis 60 Minuten nach der Einnahme. Die Wirkung hält anschließend für ungefähr 4 Stunden an. Werden Retard-Tabletten eingenommen, erhöht sich die Wirkungsdauer auf ca. 12 Stunden. Retard-Tabletten geben den Wirkstoff langsamer ab.

Diclofenac - Nebenwirkungen

Das Analgetikum ist für Nebenwirkungen im Magen-Darm-Bereich bekannt. Zu den Nebenwirkungen gehören Magenschmerzen, Durchfall, Übelkeit und Appetitlosigkeit. Durch die Einnahme von Diclofenac ist das Risiko von Magenblutungen sowie einem Magen-Darm-Durchbruch erhöht. Des Weiteren kann es durch Diclofenac zu Magengeschwüren kommen. Wer einen empfindlichen Magen-Darm-Bereich hat, sollte das Mittel zusammen mit Magenschutzpräparaten einnehmen. Die Ärztin bzw. der Arzt ist unbedingt von einer Einnahme zu informieren. Zu den selteneren Nebenwirkungen gehören Blutdruckerhöhung, verstärkte Blutungsneigung sowie Beeinträchtigung der Nierenfunktion. Eine weitere seltene Nebenwirkung ist das Verkrampfen der Luftwege und infolge dessen eine Luftnot. Ebenfalls können Leberschädigungen auftreten. Letztgenannte Nebenwirkung kann sich besonders bei Alkoholmissbrauch sowie bei gleichzeitiger Einnahme Leber schädigender Substanzen einstellen. Zu Leber schädigenden Substanzen gehören beispielsweise Medikamente gegen Krampfanfälle.

Diclofenac - Zusammenhang erhöhtes Herzinfarktrisiko

Sogennannte Coxibe sind Präparate, die speziell die Cyclooxygenase-2 (COX-2) hemmen sollen. Die Coxibe galten als neuere NSAR-Präparate und mussten vom Markt genommen werden. Es wurde nachgewiesen, dass Coxibe das Risiko für einen Herzinfarkt erhöhen. Ibuprofen und Diclofenac wirken nicht selektiv auf Cyclooxygenasen. Dennoch wurden die nicht selektiven NSAR-Präparate erneut untersucht und es konnte ebenfalls ein Zusammenhang nachgewiesen werden. Der Stand aus Juli 2010 ist, dass es für viele Erkrankungen keine vernünftigen Behandlungsalternativen gibt. Die Diskussion zu den Präparaten läuft und Ibuprofen sowie Diclofenac werden weiter eingesetzt.

Diclofenac - Beipackzettel und Hinweise beachten

  • Diclofenac in geringstmöglicher Dosierung verwenden
  • Tageshöchstdosis nicht überschreiten
  • Ärztin bzw. Arzt vor der Einnahme fragen
  • Diclofenac nicht mit anderen NSAR-Präparaten kombinieren
  • Kinder, Jugendliche, Schwangere und Asthmatiker sollten Diclofenac nicht einnehmen
  • Leber- und Nierenwerte sowie Blutdruck bei längerer Einnahme kontrollieren lassen

Tags: Diclofenac

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