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Venlafaxin

Venlafaxin

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Bei Venlafaxin handelt es sich um einen medizinischen Wirkstoff, der zur Therapie von Angsterkrankungen und Depressionen dient. Sehr gute Effekte erzielen wir aber auch in der Behandlung chronischer Schmerzen, da es schlaffördernd und positiv auf die Verarbeitung von Schmerzempfinden wirkt.

Allgemeines

Das Antidepressivum Venlafaxin gehört der Gruppe der Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI) an. Im Unterschied zu den selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern wird von diesen Arzneistoffen nicht nur die Wiederaufnahme von Serotonin gebremst, auch die Botenstoffe Dopamin und Nordadrenalin lassen sich hemmen, sofern die Gabe in höheren Dosen erfolgt.
Die Zulassung von Venlafaxin in Deutschland fand 1995 statt. Beschränkten sich die Indikationen des Arzneimittels zunächst nur auf die Therapie von Depressionen, folgten im Laufe der Jahre weitere Anwendungsgebiete. Seit dem Ablauf des Patents im Jahr 2008 sind mehrere Venlafaxin-Generika auf den Markt.

Anwendungsgebiet

Wichtigstes Einsatzgebiet von Venlafaxin ist das Aufhellen von Depressionen. Außerdem lindert der Wirkstoff Angststörungen, löst Ängste und beugt depressiven Phasen vor. 

Venlafaxin in der Schmerztherapie

Oft wird Venlafaxin auch zur Behandlung von Schmerzen verabreicht. Dazu gehören in erster Linie Kopfschmerzen wie Spannungskopfschmerzen oder Migräne, abr a. Allerdings verfügt das Antidepressivum nicht über eine Zulassung zur Schmerztherapie. Daher handelt es sich beim Gebrauch des Mittels um eine sogenannte Off-Label-Anwendung. Unter einem Off-Label-Use wird das Verabreichen eines fertigen Arzneimittels verstanden, das außerhalb des von den Arzneimittelbehörden zugelassenen Anwendungsgebiets liegt. Leidet ein Patient jedoch nicht nur unter Schmerzen, sondern zur gleichen Zeit auch unter Angststörungen oder einer depressiven Erkrankung, lässt sich Venlafaxin darreichen.

Wirkungsweise

Venlafaxin wirkt als selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer. Durch die Neurotransmitter Noradrenalin und Serotonin lassen sich Nervensignale zwischen den Hirnzellen übermitteln. Dazu werden sie von einer Nervenzelle ausgeschüttet und binden sich anschließend an die Rezeptoren der benachbarten Zelle. Im Anschluss daran übernimmt die erste Zelle die Botenstoffe wieder, was zu deren Inaktivierung führt. Durch Venlafaxin wird diese Wiederaufnahme gebremst, sodass Noradrenalin und Serotonin länger wirken können. Infolgedessen hellt sich die Stimmung des Patienten wieder auf und er verspürt mehr Antrieb. 
Schmerzlindernde Effekte kann Venlafaxin allerdings nur entfalten, wenn es in höheren Dosen verabreicht wird. Ansonsten dient das Medikament nur als reines Antidepressivum und entfaltet keine überzeugende schmerzlindernde Wirkung. Der duale Wirkmechanismus funktioniert erst ab einer täglichen Dosis von über 150 Milligramm Venlafaxin. 
Die Darreichung von Venlafaxin erfolgt normalerweise in Form von Salz als Venlafaxinhydrochlorid. Nach der oralen Aufnahme findet die Verstoffwechselung des Präparats über die Leber statt. Die Bioverfügbarkeit beträgt 40 Prozent. Das bedeutet, dass der Organismus 40 Prozent der zugeführten Arzneistoffmenge verwertet. Im Anschluss an die Verstoffwechselung verlässt Venlafaxin den Körper zum größten Teil über die Nieren. Seine Maximalkonzentration im Blut erzielt der Wirkstoff nach rund zwei Stunden. Wird das Arzneimittel regelmäßig verabreicht, erlangt der Blutspiegel nach ca. drei Tagen stabile Werte.

Dosierung

Die Einnahme von Venlafaxin erfolgt in Form von Tabletten oder Kapseln. Dabei können auch Retard-Tabletten verabreicht werden, die den Wirkstoff verzögert freisetzen. In der Regel erfolgt zunächst am Morgen die Gabe von 75 Milligramm Venlafaxin. Pro Woche findet eine weitere Dosiserhöhung von je 75 Milligramm auf eine Zieldosis von 150 bis 225 Milligramm statt.
Wichtig ist, dass die Einnahme von Venlafaxin regelmäßig vorgenommen wird, weil sonst das Absinken des Serotonins und Noradrenalins droht. Nicht notwendig ist die Darreichung eines Kombinationsmedikaments. 
Soll Venlafaxin wieder abgesetzt werden, muss dies Schritt für Schritt erfolgen, indem der Patient die Tagesdosis allmählich reduziert. Ansonsten drohen Absetzerscheinungen wie:

+ neurologische Störungen
+ Schwindelgefühle
+ Kopfschmerzen
+ Empfindungsstörungen
+ Wahrnehmungsstörungen
+ Angstzustände
+ Verwirrtheit
+ Appetitlosigkeit
+ vegetative Störungen

Nebenwirkungen

Mögliche auftretende Nebenwirkungen von Venlafaxin sind:

+ Mundtrockenheit
+ Kopfschmerzen
+ starkes Schwitzen
+ Übelkeit
+ Schwindel

Gegenanzeigen

Die Einnahme von Venlafaxin muss unterbleiben, wenn der Patient überempfindlich auf den Arzneistoff reagiert. Darüber hinaus darf keine gemeinsame Darreichung mit MAO-Hemmern erfolgen, die auch einen antidepressiven Effekt aufweisen. Gleiches gilt für eine gemeinsame Anwendung von anderen Medikamenten mit serotonerger Wirkung, Triptanen, Lithium und Johanniskraut.

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